Bäume und Sträucher zu groß

Wenn die Pflanzen aus der Form geraten sind.

Die Terrasse ist neu gestaltet, ein romantischer Pavillon ist im Garten platziert und ein schöner Natursteinpflasterweg schlängelt sich durch den Garten. Und trotzdem hat der Garten ein Problem, denn mittlerweile sind die Bäume und Sträucher zu groß geworden!

Was ist zu tun? Alles roden? Sicherlich wäre dies übertrieben und würde die Struktur des Gartens vernichten.

Grundüberlegung ist:
Was kann ich in diesem Garten als Basis erhalten?

Verschiedene Aspekte sind zu berücksichtigen. Beurteilen Sie dabei Ihre Umgebung:

  • Ist die Aussicht verhindert oder wo will ich mir den Sichtschutz erhalten?
  • Wie ist der allgemeine Pflanzenzustand, blühen die Sträucher und Stauden zufriedenstellend?
  • Ist der Rasen verfilzt oder vermoost?
  • Fruchten die Obstgehölze noch?

Rodung und Schnitt

Sind alle Aspekte berücksichtigt, kann mit der Rodung einzelner Pflanzen begonnen werden. Danach folgt der Schnitt der Sträucher und es können,wenn nötig, einzelne Astpartien von höher gewachsenen Bäumen entfernt werden.
Ein günstiger Schnittzeitpunkt ist auch, neben dem Frühjahr, der Spätsommer, da in dieser Jahreszeit die Schnittstellen am besten verheilen.

Nun werden Sie feststellen, dass die Sonne in Ihrem Garten wieder eine Chance hat!
Die Stauden, Rosen und Obstgehölze erholen sich zum Teil wieder, und Sie haben die Möglichkeit, dem Standort angepasst, Neues zu gestalten.

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Das Schnitt 1 x 1

Die Schnitttiefe hat generell folgende Auswirkungen:
Schneidet man stark zurück und lässt nur wenige Knospen stehen, wird man wenige, dafür aber längere und stärkere neue Triebe erzielen. Umgekehrt bewirkt ein nur leichter Schnitt zahlreiche, aber dafür kürzere Neutriebe.

Rückschnitt und Austrieb
Vereinfacht ausgedrückt:
Ein schwacher Rückschnitt verursacht einen schwachen,
ein starker Rückschnitt einen starken Austrieb.

Der Schnitt soll vor allem die Lichtverhältnisse innerhalb eines Gehölzes so verbessern, so dass mehr und kräftiger entwickelte Triebe gebildet werden können.

Richtig ausgeführt, fördert er die Entwicklung junger, bodennaher Blütentriebe, die der Vitalität und Grunderneuerung des Strauches zugute kommen.

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Text:
Robert Markley und Birgit Vierhaus GbR, Haan.
(Veröffentlichung mit deren Zustimmung)